Stefanie Eppel-Küster im “Podium der demokratischen Parteien”, Viernheimer Tageblatt, Ausgabe vom Samstag, 28.02.2026

Verlässlichkeit und Vision: Über die Zukunft von Erziehung und Fürsorge in Viernheim

Politik beginnt für mich dort, wo die Theorie auf den Alltag trifft. Wenn wir am 15. März 2026 die Stadtverordnetenversammlung wählen, geht es auch um die Frage, wie wir die enorme Leistung der “Sandwich-Generation” in Viernheim anerkennen und unterstützen. Als Millennial kenne ich die Herausforderungen dieser Lebensphase aus eigener Erfahrung und möchte ihr im Rathaus ein deutliches Gewicht verleihen.

Politische Teilhabe als demokratische Verantwortung

“Freiheit”, so mahnte Rosa Luxemburg, “ist immer die Freiheit der Andersdenkenden”, doch sie erwächst erst aus der Beteiligung. Mein Appell richtet sich an meine Generation: Wir dürfen unsere Lebenswirklichkeit nicht länger als rein privates Schicksal begreifen. Wenn wir uns politisch einbringen, machen wir die unsichtbare Arbeit – das Erziehen, Pflegen und Organisieren – zu einem öffentlichen Anliegen. Ich lade Sie dazu ein, diesen Weg der Mitgestaltung gemeinsam mit mir zu gehen.


Zeitpolitik als Grundrecht

Ich betrachte das im Grundgesetz verankerte Selbstbestimmungsrecht als Auftrag für moderne Arbeitszeitmodelle. Wir leisten wertvolle Care-Arbeit bei unseren Kindern und alternden Eltern. Inspiriert von Clara Zetkins Einsatz für soziale Gerechtigkeit, trete ich für eine Arbeitswelt ein, die sich dem Leben anpasst – nicht umgekehrt. Es geht mir um die Wertschätzung unserer Zeit; Vereinbarkeit muss ein einklagbarer Standard werden, kein Zugeständnis des Arbeitgebers.

Anerkennung für die Viernheimer Kita-Offensive

Ein tragender Pfeiler unserer Stadtgesellschaft ist die professionelle Kinderbetreuung. Ich möchte die Viernheimer Kita-Offensive ausdrücklich würdigen. Die Kooperation aller Viernheimer Kindergartenträger und der verdienstvolle Einsatz der städtischen Gleichstellungs­beauftragten zur Milderung des Fachkräftemangels sind notwendige und kluge Schritte. Auch wenn für viele von uns die Betreuung der Jüngsten in der eigenen Familie das Ideal bleibt, wissen wir, dass dies in der heutigen Wirtschaftsstruktur OHNE FINANZIELLE FREIHEIT oft kaum allein zu bewältigen ist. Diese städtischen Angebote sind kein Ersatz für die Familie, sondern ein unverzichtbares Fundament, das uns den Rücken stärkt.

Integration als Brücke der Generationen

Ein Schlüssel zu einem würdevollen Altern liegt für mich im Projekt “Rein in Arbeit”. Hier begegnen wir dem Pflegenotstand mit Menschlichkeit und Verstand. Indem wir zugewanderte Menschen qualifizieren und in Arbeit bringen, schaffen wir eine verlässliche Begleitung für unsere Senioren. Es ist eine Form der Solidarität, die alle gewinnt: Die Pflegekräfte finden eine Perspektive, und wir als Sandwich-Generation erfahren die Entlastung, die wir brauchen, um die Würde unserer Eltern zu wahren.

Ihr Kreuz am 15. März: Ein Mandat für professionelle Erziehung und würdevolle Fürsorge

Ich bitte Sie: Gehen Sie am 15. März 2026 zur Wahl. Demokratie braucht Ihre Stimme, um die sozialen Strukturen unserer Stadt stabil und zukunftsgewandt zu gestalten. Lassen Sie uns eine Politik etablieren, die nicht nur verwaltet, sondern die Menschen in ihren verschiedenen Lebensphasen ernst nimmt. Ich möchte Ihre Stimme für ein starkes und solidarisches Viernheim sein.

Stefanie Eppel-Küster, 1984er, Mutter, Ehefrau, Einzelhandelskauffrau
Kandidatin der SPD für die Stadtverordneten-Versammlung

Am 15. März 2026 SPD wählen!